7 Benimmregeln in der Natur
Wenn Sie sich in die Natur begeben, tragen Sie auch zu ihrem Schutz bei. Hier finden Sie 7 gute Tipps, wie Sie sich rücksichtsvoll verhalten und die Natur so hinterlassen, wie Sie sie selbst vorfinden möchten.

Lernen Sie die Do’s und Don’ts in der Natur kennen. Vielleicht kennen Sie einige der Tipps bereits, während andere neu für Sie sind. In jedem Fall lassen sie sich leicht mitnehmen und zu einem natürlichen Teil Ihrer Tour machen. Kleine Rücksichtnahmen unterwegs können einen großen Unterschied machen – für die Natur und für die, die nach Ihnen kommen.
Hier ist der Leitfaden für Anfänger zu gutem Verhalten in der Natur.

Bleiben Sie sauber
Hinterlassenschaften von doch eigentlich erwachsenen Menschen sind ein absolutes No-Go auf Naturpfaden. „No shit, Sherlock“, könnte man meinen, aber einzelne Naturgäste scheinen dies augenscheinlich zu vergessen.
Wenn aber keine Toilette in Sicht ist und es ansonsten in die Hose gehen würde, dann suchen Sie sich ein ungestörtes Plätzchen und ab in die Hocke. Vergraben Sie Ihre Hinterlassenschaft anschließend oder bedecken Sie sie mit Blättern und Zweigen. Am besten ist es jedoch, wenn Sie die Backen zusammenkneifen, bis Sie ein stilles Örtchen finden. – So bleiben Sie sauber.

Umweltschweine – nein danke!
Die Natur braucht fast fünf Jahre, um einen einzigen Zigarettenstummel abzubauen, während es sogar bis zu 1000 Jahre dauert, bis eine Plastikflasche zersetzt ist. Insbesondere die Shelterplätze des Landes sehen manchmal einem verlassenen Festivalgelände zum Verwechseln ähnlich. Müll verschandelt die Natur und zwischen Wildtieren und Abfallbergen kann es zu folgenschweren Zusammenstößen kommen. Müll gehört – surprise, suprise – in den Mülleimer. Dies gilt auch für die Darmausscheidung Ihres Hundes. Das kann sich doch jeder Goldfisch merken!
Pssst ... Tun Sie der Natur einen Gefallen – halten Sie stets eine Tüte bereit und heben Sie den Müll auf, der Ihnen auf Ihrem Weg begegnet.

Wo übernachten wir heute?
Mückenstiche und Ungeziefer im Schlafsack? – Kein Problem! Ganz Dänemark wurde vom Zeltfieber gepackt. Doch längst nicht überall darf man seine Zeltheringe in den Boden rammen. Das Übernachten mit Zelt ist auf die über 1000 Camping- und Shelterplätze in den öffentlichen Wäldern oder auf die 275 Waldgebiete beschränkt, in denen sogenanntes „freies Zelten“ erlaubt ist. Dann können Sie sich mit gutem Gewissen unter dem Zeltdach vor Wind und Wetter schützen.
Pssst ... Sie dürfen Ihr Lager nur für eine Nacht am selben Ort aufschlagen. Es ist verboten, am Strand zu zelten, es ist jedoch erlaubt, unter freiem Himmel zu schlafen.

Tierfreundliche Drohnenflüge
Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern erobern die Drohnen den Luftraum. Diese propellergetriebenen Miniflugzeuge erfreuen sich großer Beliebtheit – und das aus gutem Grund. Aber!
Drohnen können auch negativ sein, vor allem für Brutvögel wie den Wanderfalken, der steile Klippen und Abhänge aufsucht und durch das Summen und die Silhouette der Drohne gestört wird.
Als verantwortungsbewusste Piloten und Pilotinnen von Drohnen dürfen Sie daher nur in erlaubten Zonen fliegen. Zudem müssen Sie die Drohne immer in Sichtweite halten und einen Sicherheitsabstand zu Vögeln sowie zu zwei- und vierbeinigen Säugetieren einhalten.

No se(a)lfie
Alle Partys waren abgesagt und die Jogginghose wurde zur zweiten Haut. Während der Corona-Krise gab es nur wenige „instagramable“ Momente – aber widerstehen Sie dennoch der Versuchung, ein „Se(a)lfie“ mit niedlichen Tieren in der Natur zu machen. Weder die Robben am Strand noch die Rehe im Wald oder die Kühe auf den Feldern wollen Statisten in Ihrem pastellfarbenen Feed sein.
In der Tat ziehen die Tiere es vor, in Ruhe gelassen zu werden, und überlassen Ihnen gerne das Rampenlicht.

Lautlos wie ein Ninja
Pssst, drehen Sie die Lautstärke runter! Krach und Spektakel sind für viele Wildtiere in der Natur äußerst störend und können im schlimmsten Fall ganze Ökosysteme zerstören. Lärm gehört einfach nicht in die Natur, denn er treibt Kleintiere in die Flucht, stört die Rufe der Vögel und macht Beutetiere wehrlos gegenüber lauernden Räubern.
Lassen Sie also die Soundbox zu Hause, stellen Sie Ihr Handy auf lautlos und kanalisieren Sie Ihren inneren Ninja, wenn Sie sich das nächste Mal in die Tierwelt begeben.

Der Wauwau ist der beste Freund des Menschen…
... aber in der freien Wildbahn muss er an der Leine geführt werden, auch wenn er „keiner Fliege etwas zuleide tut“. Die Natur gehört im Wesentlichen den Wildtieren. Frei laufende Hunde stressen und erschrecken kleine Hasenjunge, bodenbrütende Vögel und Wild, aber auch Kinder können – selbst von einer kleinen Fußhupe in gestrecktem Galopp – in Schrecken versetzt werden.
Halten Sie Ihren vierbeinigen Freund deshalb an der kurzen Leine – und vergessen Sie nicht das Sackerl fürs Gackerl.
4 NÜTZLICHE NATUR-APPS
Wussten Sie…
...dass die Natur größtenteils rund um die Uhr zugänglich ist? Privatwälder sind jedoch in den Zeiten geschlossen, in denen die Waldtrolle schlafen – von Sonnenuntergang bis 6 Uhr morgens.
… dass Sie so viel sammeln dürfen, wie in eine Einkaufstasche passt – Beeren, Pilze oder andere wilde Köstlichkeiten? Das gilt überall in staatlicher Natur, während Sie in privaten Wäldern nur das pflücken dürfen, was Sie von Wegen und Pfaden aus erreichen. An Stränden dürfen Sie sammeln, was Sie in den Händen tragen können.
… dass Sie Feuer im Wald nur an ausgewiesenen Feuer- und Lagerplätzen machen dürfen? Der Strand eignet sich gut für kleine Feuer. Löschen Sie das Feuer, wenn Sie gehen, und bedecken Sie Glut niemals mit Sand, da dies Tiere und Menschen verbrennen kann.
… dass die dänischen Küsten allen gehören? Deshalb dürfen Sie auch an privat besessenen Stränden baden, ebenso wie öffentlich zugängliche Seen für alle offen sind.
… dass Sie sich in privaten Wäldern nur auf Wegen und Pfaden bewegen dürfen? In öffentlichen Wäldern ist es auch erlaubt, abseits der Wege zu gehen – jedoch nicht zu radfahren.
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